Die Natur und Tierwelt in Costa Rica - weltweit einzigartige Artenvielfalt

Aktiver Vulkan in Costa Rica
Der aktive Vulkan Poas

Ca. 25% der Fläche des Landes stehen unter Naturschutz, einige Nationalparks wurden wegen ihrer einzigartigen Ökosysteme teilweise sogar zum UNESCO Weltnaturerbe ernannt. Die geographische Lage ermöglicht alle tropischen und exotischen Besonderheiten und sorgt zudem für ein angenehmes Klima. Kaum ein anderes Land bietet diese abwechslungsreiche Natur und einzigartige Artenvielfalt welche einen Urlaub zu einem außergewöhnlichen Erlebnis machen.

Die natürlichen Vegetationszonen reichen von dem nördlichsten Vorkommen der subalpinen Páramo-Vegetation über Berg- und Tieflandregenwald bis hin zu Trocken- und Mangrovenwäldern. Der tropische Tieflandregenwald ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Flora und reich an Baumarten: Es gibt rund 10 bis 20 Mal so viele Gehölzarten wie auf viel größerer Fläche in Europa. Der tropische Trockenwald besticht besonders in der Trockenperiode durch die Blütenvielfalt der laubabwerfenden Bäume. Savannenregionen in Guanacaste erinnern an afrikanische Landschaften.

 

Tierwelt in Costa Rica, kleiner Frosch
Ein farbenfroher Frosch

Die Tierwelt in diesem kleinen Naturparadies ist sehr artenreich, die meisten Tierarten leben im tropischen Regenwald, dem komplexesten Ökosystem der Erde. An den Küsten und in den Meeren finden sich zudem faszinierende Unterwasserwelten. Viele der Pflanzen und Tiere des Landes sind jedoch akutgefährdet.

900 Arten von Vögeln leben im Land, 220 Reptilien- und 160 Arten von Amphibien, 35.000 Insektenarten sowie unzählige Meeresbewohner wie Weißspitzenriffhaie, Manta- und Teufelsrochen sowie Hammerhaie.

Ein Brüllaffe auf einem Baum
In der Natur zuhause - ein Brüllaffe
Säugetiere

Im gesamten Land verstreut leben 200 Säugetierarten, viele in den nur schwer zugängigen Regenwäldern. Rund die Hälfte dieser Arten sind Fledermäuse, aber auch Totenkopfäffchen, Kapuzineraffen oder Mantelbrüllaffen sind in den Wäldern anzutreffen. Die riesigen Waldflächen beherbergen Jaguare, Pumas und Ozelots welche allerdings mit dem bloßen Auge selten zu sehen sind. In den Nationalparks dagegen kann man durchaus viele Tierbeobachtungen machen, oft stößt man nicht weit vom Weg auf Gürteltiere, Opossums, Hasen, Kojoten, Otter, Hasen und Wiesel.

Eine ungiftige Schlange
Diese Boa gehört zu den ungiftigen Amphibien
Amphibien und Reptilien

Einige der giftigsten Schlangen der Erde trifft man im gesamten Land an, beispielsweise die Korallennatter und die Lanzenotter. In den Feuchtgebieten sowie an vielen Flussmündungen leben Spitzkrokodile und Kaimane, von einer Brücke über dem Rio Tarcoles lassen sich Krokodile aus nächster Entfernung beim Bad in der Sonne beobachten. Am Meer legen Schildkröten ihre Eier und können dabei mit etwas Glück sogar beobachtet werden.

Ein Tukan in einem Wald
Ein Tukan - eines der Wahrzeichen des Landes
Vogelarten

Das kleine mittelamerikanische Land ist das Paradies schlechthin für Ornithologen: 900 verschiedene Vogelarten leben in diesem Naturparadies, das sind ca. 10% der weltweit vorkommenden Arten. Allein 50 verschiedene Kolibri Arten sowie 15 Papageienarten sowie verschiedene Tucane bevölkern die Natur des Landes. Der Queztal gehört zu den bekanntesten Vögeln, mit seinem türkisblauen, roten oder grünen Schwanz und seinem prächtigen Kopfschmuck ist er oft das Motiv auf vielen Fotos. Unter den Azteken galt der Queztal als Gott, wer einen dieser Vögel tötete wurde mit dem Tode bestraft.

Aktiver Umweltschutz und Nationalparks

Der Schutz von Flora und Fauna ist eines der Markenzeichen von Costa Rica, etwa ein Drittel der Fläche des Landes wird von Nationalparks und ausgewiesenen Schutzzonen geschützt. Die Schutzgebiete setzen sich in folgenden Kategorien zusammen:

  • Nationalpark

Schutz von Tier- und Pflanzenarten

  • Biologisches Reservat

Schutz von Flora und Fauna zu wissenschaftlichen oder Bildungszwecken

  • Naturreservat

Schutz des Lebensraumes von Pflanzen und Tieren

  • Nationales Monument

Schutz von historisch oder archäologisch bedeutenden Stätten 

  • Nationales Naturschutzgebiet

Schutz von bestimmten Tierarten

Auflistung der bekanntesten Nationalparks:

  • Nationalmonument Guayabo
  • Nationalpark Barra Honda
  • Nationalpark Braulio Carrillo
  • Nationalpark Cabo Blanco
  • Nationalpark Caño Negro
  • Nationalpark Carara
  • Nationalpark Chirripó
  • Nationalpark Juan Castro Blanco
  • Nationalpark La Amistad
  • Nationalpark Las Baulas
  • Nationalpark Lomas Barbudal
  • Nationalpark Manuel Antonio
  • Nationalpark Vulkan Irazú
  • Nationalpark Palo Verde
  • Nationalpark Piedras Blancas
  • Nationalpark Rincón de la Vieja
  • Nationalpark Tapantí
  • Nationalpark Tenorio
  • Nationalpark Tortuguero
  • Nationalpark Vulkan Arenal
  • Nationalpark Vulkan Poás
  • Nationalpark Vulkan Turrialba

 
Forbes führte den Nationalpark Manuel Antonio 2011 in der Liste der 12 schönsten Nationalparks der Welt. Hier geht es zur Webseite von Forbes